Allergie-Auslöser

Allergie-Auslöser

Allergene - Die Allergieauslöser.

Stoffe aus der Umwelt, die eine Allergie auslösen können, werden als Allergene bezeichnet. Die häufigsten Allergieauslöser sind die Pollen von Bäumen, Gräsern und Getreide sowie Bestandteile von Milben und Tierhaaren. Sie werden hauptsächlich über die Luft verbreitet. Weitere Allergien können z.B. auch durch Schimmelpilze und Nahrungsmittel ausgelöst werden.

Pollen

Jeder sechste Deutsche ist heute von einer Pollenallergie (Heuschnupfen) betroffen – Tendenz steigend. Ausgelöst werden die allergischen Reaktionen vom Blütenstaub (Pollen) bestimmter Gräser, Bäume, Sträucher, Kräuter und Getreidesorten.
Man erkennt eine Pollenallergie vor allem daran, dass die Symptome verstärkt zu bestimmten Jahreszeiten (besonders im Frühjahr und Sommer) auftreten.

Kleine Pollen - große Probleme
Das Einatmen der Pollen und damit der Kontakt mit dem allergieauslösenden Allergen kann mitunter heftige Symptome auslösen. Typisch sind Niesanfälle, eine laufende und verstopfte Nase sowie tränende, juckende und gerötete Augen. Hinzukommen können Kopfschmerzen und Lichtempfindlichkeit. Beschwerden wie Husten und Atemnot sind erste Anzeichen dafür, dass Pollenallergiker zusätzlich ein allergisches Asthma entwickeln.

Um die Pollenallergie effektiv zu behandeln und ein Fortschreiten zu verhindern, sollten Betroffene frühzeitig einen allergologisch ausgebildeten Arzt aufsuchen. Dieser führt eine Diagnose durch und testet, gegen welche Allergene man allergisch reagiert. Außerdem informiert er über Behandlungsmöglichkeiten.

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Hausstaubmilben

Die Hausstaubmilbenallergie tritt im Gegensatz zur Pollenallergie nicht nur saisonal, sondern ganzjährig auf, besonders stark im Herbst zu Beginn der Heizperiode. Bei den Hausstaubmilben handelt es sich um kleine, nur unter dem Mikroskop erkennbare Spinnentiere, die sich hauptsächlich von menschlichen Hautschuppen ernähren. Dementsprechend leben sie am häufigsten dort, wo sie die meiste Nahrung finden: in Matratzen, Kopfkissen, Woll- und Daunendecken, Polstermöbeln, Kuscheltieren etc.

Unsichtbare Mitbewohner mit Allergiepotenzial
Auslöser der Allergie sind sowohl Teile des Milbenkörpers als auch der Kot. Dieser enthält allergieauslösende Bestandteile (Allergene), die sich als feiner Staub verteilen und beim Einatmen allergische Reaktionen auslösen können. Schon geringe Mengen können zu typischen Symptomen wie wiederholtem Niesen und Verstopfung der Nase (Allergische Rhinitis), Jucken, Brennen oder Rötung der Augen (Allergische Konjunktivitis), bis hin zu Atembeschwerden, Husten und Erstickungsgefühl (Allergisches Asthma) führen. Ebenso besteht die Möglichkeit einer Entzündung der Haut durch Kontakt mit den Hausstaubmilben (atopische Dermatitis).

Hausstaubmilbenallergiker sollten frühzeitig einen Arzt mit allergologischer Fachrichtung aufsuchen und sich beraten lassen. Nach einem Allergietest stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Außerdem können Hausstaubmilbenallergiker versuchen, die Milbenpopulation in ihrem Haushalt durch gezielte Maßnahmen zu verringern.

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Nahrungsmittel

Prinzipiell kann jedes Nahrungsmittel eine Allergie auslösen. Dabei reagiert das Immunsystem auf bestimmte Stoffe (Allergene), die in der Nahrung enthalten sind. Häufige Auslöser bei Kindern sind z.B. Kuhmilch, Eier oder Soja. Bei Jugendlichen und Erwachsenen hingegen kommen eher Allergien auf Nahrungsmittel wie verschiedene Obst- und Gemüsesorten oder Nüsse vor. Eine besondere Form der Allergie ist die pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie oder Kreuzallergie.

Wenn Essen krank macht
Bei Allergikern kann der Verzehr des für sie relevanten Nahrungsmittels unterschiedliche Reaktionen am ganzen Körper auslösen, die meist sehr schnell eintreten. Neben allgemeinen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Fieber kommt es oft zu Störungen des Magen-Darm-Traktes (Übelkeit, Diarrhö, Erbrechen, Magenkrämpfe). Weitere typische Symptome sind Schnupfen, Juckreiz, Niesen und Tränenfluss sowie eine verstopfte Nase (Allergische Rhinitis) bis hin zu asthmatischen Beschwerden. Außerdem kann es zu Rötungen und Juckreiz der Haut kommen, in schlimmen Fällen auch zu einem lebensgefährlichen anaphylaktischen Schock.

Bei Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie sollte schnellstmöglich ein Arzt mit allergologischer Fachrichtung aufgesucht werden. Dieser kann mithilfe verschiedener Tests feststellen, ob eine Nahrungsmittelallergie vorliegt und geeignete Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen. Wichtigste Maßnahme ist der Verzicht auf das allergieauslösende Nahrungsmittel.

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Tiere

Auslöser einer Tierallergie sind Allergene, die bei Tieren u.a. an den Haaren, in den Hautschuppen, im Schweiß, im Speichel und im Urin vorkommen. In Haushalten mit Tieren sind diese Allergene meist überall in der Wohnung zu finden und haften auch an den Kleidern oder Haaren der Tierbesitzer. Allergiker kommen mit den Allergenen entweder durch direkte Berührung der Tiere in Kontakt oder durch das Einatmen von allergenhaltigem Staub – es reicht also oftmals nicht aus, den direkten Kontakt mit Haustieren zu vermeiden. Und auch wenn kein Tier mehr im Haushalt lebt, können die Allergene mitunter noch über Jahre nachgewiesen werden. Am häufigsten sind Allergien auf typische Haustiere wie Katzen, Hunde, Hamster, Kaninchen oder Meerschweinchen.

Tierische Freundschaften können krank machen
Eine Tierallergie kann zu starken allergischen Reaktionen führen. Allergiker klagen vorwiegend über Atemwegsbeschwerden (Allergische Rhinitis) bis hin zum allergischen Asthma oder eine Bindehautentzündung, die juckende und brennende Augen verursacht (Allergische Konjunktivitis). Ebenso kann es zu Reaktionen der Haut wie Juckreiz, Ausschlag oder Nesselsucht kommen.

Tierallergiker sollten in erster Linie versuchen, jeden Kontakt zu „ihrem“ Tierallergen zu vermeiden. Um festzustellen, welche Tierallergene die Reaktionen hervorrufen, sollten Allergiker einen allergologisch ausgebildeten Arzt aufsuchen. Es existieren verschiedene Möglichkeiten der Behandlung.

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Schimmelpilze

Bei einer Schimmelpilzallergie werden die allergischen Reaktionen von den Pilzsporen ausgelöst. Diese sind fast überall in unserer Umwelt vorhanden. Vor allem im Sommer und Herbst steigen die Werte in der Außenluft, in Innenräumen dagegen steigt die Belastung mit der Höhe der Luftfeuchtigkeit an. Die Sporen können Atemwegssymptome (Allergische Rhinitis und/oder Allergisches Asthma) hervorrufen, seltener sind Magen-Darm-Beschwerden oder migräneartige Kopfschmerzen.

Zur Abklärung einer Schimmelpilzallergie sollten Sie einen Arzt mit allergologischer Fachrichtung aufsuchen, der Sie auch bezüglich der Behandlungsmöglichkeiten beraten kann.

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